
blühe ich auf

Über die Zeit habe ich mich in diversen künstlerischen Formen ausgetobt, darunter Schauspiel, Schlagzeug, Buchbinden, Poetry Slam (was auch sonst als Millenial?), oder auch Kunst mit Panzerband. Aber nichts davon hat mich so gepackt und liegt mir so am Herzen wie die Schrift.
Ich bin ein neugieriger Mensch und gehe mit der Zeit – springe aber nicht auf jeden Trend auf. Ich habe eine grosse Liebe für die Stadt Bern, ihre Menschen und für das Berndeutsch. Ich tanze gerne zu Techno und falls du mal auf dem wunderschönen Bremgartenfriedhof in der Nähe meines Ateliers bist, kann es sein, dass du mich dort beim Meditieren siehst.
Schon als Kind liebte ich es, zu basteln, zu zeichnen und Briefe zu schreiben. Hätte ich damals in die Zukunft sehen können – ich denke ich wäre sehr glücklich darüber gewesen, dass ich diese Leidenschaft in verwandter Form professionalisiert und zu meinem Beruf gemacht habe.
Schule für Gestaltung Biel
Kunstverkauf, Grafikaufträge
HKB Bern
Sag mal …
Lieblingsschrift?
Weitere Dauerbrenner und ständige Kandidaten für meine Lieblingsschrift der nächsten Woche:
- ‹Frutiger› von Adrian Frutiger,
- ‹Neue Haas Unica› von Toshi Omagari
- ‹Franklin Gothic› von Morris Fller Benton
- ‹Trebuchet MS› von Vincent Connare
- ‹Rotis› von Otl Aicher
- ‹FF Meta› von Erik Spiekermann
- ‹Centaur› von Bruce Rogers
Verstecktes Talent?
Ich gebe brillante Filmtipps.
Heldinnen und Helden?
In der Schriftwelt: Adrian Frutiger und Zuzana Licko. Ausserhalb davon: Sophie Hunger, Kurt Krömer und Helge Schneider.
Stärken?
Ich bin ein guter Zuhörer und kann mit Kritik umgehen.
Schwächen?
Nein, ich winde mich jetzt nicht um eine richtige Antwort herum und sage ‹Perfektionismus›. Es ist manchmal eher das Gegenteil davon: Dass ich zu schnell zufrieden sein kann mit einem Ergebnis und damit die Chance für bessere oder sinnvollere Optionen verpassen kann. Ich bin mir meiner Schwäche bewusst und gebe mir Mühe, mit kühlem Kopf und Geduld vorzugehen – speziell bei den richtungsweisenden Entscheidungen am Anfang eines Projekts.
Warum gerade Schrift?
Ich bin immer offen für gute Gespräche aber trotzdem ein eher ruhiger, introvertierter Mensch. Mit Schrift kann ich mich ausdrücken, ohne etwas zu sagen. Dazu mag ich den Gedanken, dass gute Typografie dabei hilft, Wissen zu verbreiten und der Sprache eine Form zu geben.
Wie ist es, rothaarig zu sein?
Ganz ok. Aber man fällt auf.
Prägende Erfahrung?
Ich war einmal für drei Monate in Island. Dort habe ich vor allem viel gelesen und hatte Raum um nachzudenken über mich und die Welt. Diese Zeit tat mir gut. Ich bin mit frischem Wind in die Schweiz zurückgekehrt.
Wer utan?
der utan. Unter diesem Künstlernamen zeichne ich nebenbei Bilder, darunter auch Schriftkunst. Auf der-utan.ch zeige ich eine Auswahl von 20 Bildern und biete sie zum Verkauf an.
Wie sieht deine Handschrift aus?

Voilà. Eigentlich ein ziemliches Gekritzel für einen Schriftkünstler, oder? Manchmal habe ich fast das Gefühl, mein Gehirn ist etwas durcheinander von all den unterschiedlichen Lettering- und Kalligrafiestilen die ich übe und anwende.









