100 Days Project

Filmplakate auf Schweizerdeutsch
Das Ziel meines 100-Tage-Projekts: Hundert Filmtitel auf Schweizerdeutsch übersetzen, ein Lettering-Piece davon gestalten und auf das Filmplakat übertragen. Bei den Übersetzungen ist kreative Freiheit erlaubt – sie müssen nicht wörtlich sein und können einen humorvollen Bezug zu Schweizer Kultur, Sprache und Eigenheiten haben. Ich veröffentliche kurze Videos über den Prozess. Dazu kreierte ich ein begleitendes Logo für das Projekt.
Verwendete Schriften im Logo: • ‹RL Horizon› von Radek Łukasiewicz (radluka) • ‹AM Assab› von Alessandro Bombieri (CAST)
No items found.
Bei ‹There Will Be Blood› war das Lettering besonders spannend. Bei der Schrift handelt es sich um eine Fraktur – die raue Textur erzielte ich mit einem leichten Zittern beim Schreiben mit der Breitfeder.
No items found.
‹All That Jazz› war eine richtige Herausforderung. Der Schriftzug auf dem amerikanischen Originalplakat ist eine Fotografie von einem Gerüst aus Glühbirnen, im typischen Stil des Broadway. Die spezielle Perspektive war erschwerend. Die Imitation des Leuchteffekts hat sich fast zufällig ergeben indem ich die Tinte leicht verschmiert habe. Nach der Invertierung des Schriftzugs von Schwarz zu Weiss zeigte sich so der sanfte Lichtschein. Der Schriftzug von ‹Mondliecht› (Tag 6) hat auch einen Schein – diesen erzielte ich allerdings mit einer digitalen Nachbearbeitung. Verglichen damit finde ich den analogen Effekt von ‹Die ganzi Chose› eleganter und mehr im Sinne des analogen Letterings.
No items found.
Der Grafiker des amerikanischen Plakats Bill Nuske (gelbes T-Shirt) hat die Schrift mit Holz gedruckt. Das inspirierte mich dazu, mein Lettering bei meinem Freund Richard Cervenka von RC-Prints als Linoldruck in Auftrag zu geben. Es hat sich gelohnt. Die Schrift sieht gedruckt noch mal viel besser aus und entspricht dem Geist der Vorlage.
No items found.
Ziele | Probleme | Lösungen | Gelernt
Bei diesem Projekt erfahre ich etwas über die Komposition von Filmplakaten, schule mein Auge für Schrifterkennung und erweitere meine Lettering-Skills. Die schwersten Filmtitel zum Lettern sind die Schriften, die auf den ersten Blick am einfachsten scheinen: Serifenlose wie Helvetica oder Gotham – gerade wegen ihrem konstruierten Charakter. Darüber hinaus lerne ich, wie ich die Ergebnisse unterhaltsam als Video zu präsentieren kann. Das Konzept des «100 Days Project» wurde von Michael Bierut als Professor für Grafikdesign an der Universität Yale ins Leben gerufen. Er wollte damit seinen Student:innen zeigen, was man in 100 Tagen alles erreichen kann. Die Challenge ist es eher gedacht für simplere kreative Projekte wie z. B. täglich ein Foto an der der gleichen Strassenecke oder eine Collage pro Tag. Ich habe mir fast zu viel vorgenommen mit diesem Projekt – speziell mit der zusätzlichen Arbeit für die Videos. Um eine gute Qualität zu erreichen und meine kreativen Kräfte nicht auszuzehren, mache ich deshalb mittlerweile jeden zweiten Tag ein Plakat. Solange ich am Ende 100 Schweizerdeutsche Filmplakte habe, bin ich zufrieden.

Auftragsanfrage

Lass uns zusammenarbeiten und Schrift in Szene setzen: Hier findest du eine unverbindliche Anfrage für dein Projekt.